Alte Pflichten

Erklärung des Begriffs "Alte Pflichten" durch die Freimaurerloge ROLAND in Hamburg.

Alte Pflichten

Die Bezeichnung Alte Pflichten (Old Charges) stammt ursprünglich noch aus dem Jahre 1723 und ist der heute verwendete Name der ersten Konstitution der Ersten Großloge in England. "Alte Pflichten" werden in der Freimaurerei allgemein als ein Grundgesetz verstanden.

Am 24. Juni 1717 kam es zur Vereinigung von vier Freimaurerlogen in London und Westminster zur ersten Großloge überhaupt. Am 29. September 1721 erteilte der erste englische adlige Großmeister Herzog John von Montagu dem schottischen Geistlichen James Anderson den Auftrag, aus alten Dokumenten eine neue Konstitution für die Großloge zu entwickeln.

Anderson passte diese nach eigenen Aussagen an alte schottische Zunftsagen an und übernahm zudem in leicht veränderter Form eine Reihe grundsätzlicher Regeln, die von dem Altertumsforscher und zweiten Großmeister George Payne anhand des alten Cooke-Manuskripts zusammengestellt wurden. Schon am 24. Juni desselben Jahres wurden diese Regeln auf der Versammlung der Großloge verkündet. Bei dem Ur-Manuskript handelt es sich um ein Pergament englischer Bauleute, das vermutlich aus dem Jahre 1440 stammte. Ergänzt wurde dieses durch ein Buch aus dem Jahre 1388, das eine Anleitung zur Erfüllung der Pflichten der Bruderschaft und zu sittlich-religiösem Verhalten enthielt.

Die Alten Pflichten regeln das Verhältnis der Logenmitglieder untereinander und zu ihrer nicht maurerischen Umgebung, ferner die Verhältnisse zu Religion und Politik.

Durch die Schaffung dieser Konstitution und den gleichzeitigenAnspruch, Logen nur dann als Freimaurerlogen anzuerkennen, wenn sie die Regeln dieser Konstitution befolgen, sorgte allgemein für Proteste alter Logen, vor allem von denen in York und Schottland. Anderson sah sich dabei Polemiken ausgesetzt, die ihn dazu veranlassten die Logenbesuche einzustellen, bis er erst 1735 wieder freimaurerisch aktiv wurde.

Am 26. Januar 1738 folgte eine zweite Auflage. Aufgrund einer ganzen Reihe von Zweideutigkeiten kam es innerhalb der Freimaurerei zu einem Streit, welche der beiden Auflagen der Alten Pflichten nun die richtige sei.

Das Buch der Konstitution beginnt mit einer Widmung an den zweiten Herzog von Montagu. Die Einleitung besteht aus einer erfundenen Geschichte der Freimaurerei, die in ihrem Stil das "ehrwürdige Alter" der Freimaurerei unterstreichen sollte. Darauf folgt der eigentliche Inhalt der Alten Pflichten. Sie beinhalten zahlreiche Aufnahmekriterien, die z.B. nur die Aufnahme von Personen von Moral zulassen, welche auch die Religion anderer Menschen respektieren.


FAQ Freimaurerei

Wie unterscheidet sich die Freimaurerei von anderen Vereinigungen?

Durch die besondere Art, in der sie ihre Ziele verfolgt. Sie ist eine Anweisung zur Lebensführung, die nicht auf festgeschriebenen Lehrsätzen, sondern auf der symbolischen Darstellung menschlicher Pflichten, Tugenden, Möglichkeiten und Hoffnungen beruht. Sie will nicht die Welt belehren, sondern den Freimaurer zu vorzüglicher Haltung, Gesinnung und Tat führen.

Begriffserklärung nach Wikipedia

Templerorden

Der Templerorden (auch die Templer, Tempelritter oder Tempelherren genannt; ca. 1118 - ca. 1312) war bei seiner Gründung um 1118 der erste geistliche Ritterorden, der in Folge des Ersten Kreuzzugs entstand. Sein voller Name lautete Arme Ritterschaft Christi und des salomonischen Tempels zu Jerusalem (Pauperes commilitones Christi templique Salomonici Hierosalemitanis). Der Orden vereinte die Ideale des adligen Rittertums mit denen der Mönche, zweier Stände, die bis dahin streng getrennt waren.


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