Freimaurerei

Erklärung des Begriffs "Freimaurerei" durch die Freimaurerloge ROLAND in Hamburg.

Freimaurerei

Die Freimaurerei, auch Königliche Kunst genannt, versteht sich als ein ethischer Bund freier Menschen mit der Überzeugung, dass die ständige Arbeit an sich selbst zu einem menschlicheren Verhalten führt. Die fünf Grundideale der Freimaurerei sind daher auch Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität. Diese sollen durch die praktische Einübung im Alltag gelebt werden.

Nach ihrem Selbstverständnis vereint die Freimaurerei Menschen aller sozialen Schichten, Bildungsgrade und Glaubensvorstellungen. In allen ihren Ausprägungsformen zählt die Freimaurerei weltweit aktuell etwa fünf Millionen Mitglieder. Die Konstitution der ersten Großloge wurde am 28. Februar 1723 im britischen Postboy öffentlich beworben und bildet die Grundlage der heutigen Freimaurerei.

Die Logen der Freimaurerei

Die Freimaurerei ist weltweit in Logen organisiert und betreibt in vielen Ländern Öffentlichkeitsarbeit. Ähnlich wie die Lesegesellschaften der frühen Aufklärung trug die Diskussion und Menschenbildung im geschützten Freiraum der Logen zur Ausbildung einer öffentlichen Meinung und zur Verbreitung aufklärerischer Ideen bei. Ein Grundpflicht der Freimaurerei ist die der Verschwiegenheit. Dies bedeutet, dass freimaurerische Bräuche nicht nach Außen getragen werden. Dies ermöglicht intern den freien Ideen- und Meinungsaustausch. Die meisten Rituale sind durch einschlägige Literatur zugänglich. Die Zeremonien und die Alten Pflichten der spekulativen Freimaurerei basieren auf Manuskripten der alten Steinmetzbruderschaften wie beispielsweise das Regius-Manuskript aus dem Jahr 1390 und dem Cooke-Manuskript aus dem 14. und 15. Jahrhundert.

Ziele der Freimaurerei

Ziele und Werte der Freimaurerei leiten sich aus ihrer Entstehungsgeschichte ab. Die Gemeinschaft entstand aus den mittelalterlichen Steinmetzbruderschaften. Einen wichtigen Teil ihrer Symbole und Werte entnahmen Freimaurer der Bauhüttenkultur. Je nach Großloge bekennen sich viele Freimaurer zu einem Schöpfungsprinzip, das sie den Allmächtigen Baumeister aller Welten nennen. Symbole vermitteln gemeinsame Werte und Ideen. Die Weltbruderkette symbolisiert internationale Verbundenheit und die Brüderlichkeit aller Menschen.

Das gegenseitige Versprechen zur Verschwiegenheit dient nicht der Geheimniskrämerei, sondern soll Privatsphäre bieten. In Diskussionen ist Streit über politische und religiöse Gegenstände verpönt. Ebenso sind Freimaurer zum Respekt vor den Gesetzen des eigenen Landes verpflichtet. Der Sitz der Logen, ihre Vorsitzenden, ihre Satzungen sind bekannt, ihre Schriften und Beschreibungen von Ritualen der Freimaurerei sind für jeden in Stadtbibliotheken und Archiven öffentlich zugänglich und sind daher im Gegensatz zu verschwörungstheoretischen Darstellungen kein "verschwörerischer Geheimbund" im Sinne einer konspirativ-politischen Untergrundtätigkeit.

Der Großteil der freimaurerischen Werte entstammt dem Zeitalter der Aufklärung. Im Folgenden dargestellt als fünf Grundpfeiler der Freimaurerei: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität.


FAQ Freimaurerei

Wie verhält sich die Freimaurerei zum Staat?

Der Freimaurer ist seinem Staat treuen Gehorsam und freiwillige Mitarbeit schuldig. Er schätzt in ihm den Garanten seiner Freiheit und einer freien Entfaltung der Kultur. Der Gehorsam endet dort, wo die Forderungen klar und eindeutig erkennbares Unrecht sind. Der Freimaurer vereint Vaterlandsliebe und Weltbtirgertum. In der Loge dürfen keine politischen Streitgespräche geführt werden. Die Freimaurerei unterstützt keine politische Partei.

Begriffserklärung nach Wikipedia

Brüderlichkeit

Brüderlichkeit ist der historische Begriff für die Überzeugung von der Zusammengehörigkeit und von der Gleichheit und Würde aller Menschen. Obwohl im wörtlichen Sinne Frauen ausschließend, wurde er auch früher bereits in vielen Fällen auf Menschen im Allgemeinen bezogen.
Der Gedanke der Brüderlichkeit stammt ursprünglich aus der Philosophie der Stoa und aus dem Judentum und wurde in das Christentum übernommen. Im weiteren Sinne schließt Brüderlichkeit die Würde und die Gleichberechtigung aller Menschen, den Pazifismus, die Humanität, die Barmherzigkeit und sogar die Feindesliebe mit ein.


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